Banksy und Guerilla-Art

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Einer meiner zeitgenössischen Lieblingskünstler ist der Street-Artist Banksy aus Großbritannien. Das liegt zum einen daran, dass es unglaublich spannend ist, nicht zu wissen, wer sich hinter dem Kapuzenpulli versteckt und zum anderen daran nicht zu wissen, was Banksy als nächstes ausheckt… einmal ganz abgesehen davon, dass man nie weiß, wo der neue Banksy denn auftaucht. Irgendwo taucht dann irgendwie wieder ein neuer Banksy auf.

Bekannt wurde Banksy mit Schablonen-Grafittis, die über Nacht „einfach“ so auftauchen (daher zählt seine Kunst auch zur Guerilla-Art) und zumeist eine kritische Botschaft enthalten. Ich war vor ein paar Jahren einmal in London und habe dort an vielen versteckten Ecken sein Markenzeichen, die kleine Ratte, an Hauswänden gesucht… und gefunden.

Was damals als Graffitis begann ist heute Kunst – ja sogar Kult. In Englands Hauptstadt kann man an Stadtführungen teilnehmen, die sich auf Banksy Graffitis spezialisiert haben. Seine Kunstwerke werden für Millionenbeträge versteigert. Die Aussagen innerhalb der Werke sind dabei immer unmissverständlich klar: er kritisiert die Politik, die Gesellschaft und tritt für den Umweltschutz ein. Dabei sieht er sich immer als Künstler, will sich aber unter keinen Umständen dem kommerziellen Kunstmarkt unterwerfen (siehe beispielsweise im Artikel des Tagesspiegels von Oktober 2013). Angeblich lehnte er ein Angebot einer Londoner Galerie dankend ab, seine Werke in einer Ausstellung zu zeigen.

Seit einiger Zeit ist das Pseudonym Banksy auf Facebook aktiv und postet in regelmäßigen Abständen neue Statements und Graffitis. Auf Banksys Homepage distanziert sich der Künstler aber von Facebook, Twitter und Co, daher wird es wohl nicht der echte Banksy sein, der schreibt. Spannend sind die Statements aber trotzdem! Mehr Bilder gibt’s auch über Instagram