Bionik oder Ökonik?

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Bionik oder Ökonik?
Über die Bionik habe ich ja bereits geschrieben – Muster und Lösungen werden aus der Natur auf technische Probleme übertragen (Da Vinci und die Bionik). Aber nicht nur beim alten Leo werden „artfremde“ Ideen auf andere Bereiche angewendet. Gestern stolperte ich über den Artikel „Wo ist die Henne?“ im Wirtschafts-Magazin Brandeins. Erst einmal hat mich nur interessiert, was sich hinter der kuriosen Überschrift verbirgt. Ich habe aber schnell gemerkt, dass sich der Artikel um mein Lieblings-Thema Kreativitätstechniken dreht und dann musste ich natürlich weiter lesen.

In dem Artikel geht es darum, dass das St. Gallener BMI Lab rund 250 Geschäftsmodelle (St. Gallen Business Modell Navigator) untersucht hat und dabei zur Erkenntnis kam, dass es sich bei den Modellen nur um etwa 55 Muster handele, die in unterschiedlichen „Mutationen“ auftauchen.

Als Beispiel führt Brandeins die Online-Plattform Airbnb an, die es ermöglicht, dass private Anbieter von Zimmern mit möglichen Mietern zusammen bringt. Das Airbnb Prinzip lässt sich auf viele Bereiche übertragen: so gibt es Dawanda, ein Vermittler von „kreativen Handarbeiten“, Couchsurfing, Car-Sharing Plattformen oder die altbekannte Mitfahrzentrale sowie Getyourguide, für die Suche nach speziellen Stadtführungen weltweit.

Sehr spannend, wenn ich überlege, dass genau diese Weiterentwicklung eine der wichtigsten Regeln bei Kreativitätstechniken ist: Ideen dürfen und sollen weiterentwickelt werden!

Fazit: es handelt sich hier um eine spezielle Form der Bionik. Mit dem Unterschied, dass das Vorbild nicht aus der Natur stammt, sondern aus der Wirtschaft – etablierte Geschäftsmodelle überträgt man auf andere unternehmerische Branchen.

Ökonik (Ökonomie + Ökonomik) !

Wenn ich mal eine neue Geschäftsidee brauche werde ich die Ökonik auf jeden Fall mal testen!